Marte Meo: Die Kraft der Bilder – ein Gastbeitrag von Dr. Hawellek

Inzwischen ist sie schon recht bekannt und wird immer häufiger in pädagogischen Einrichtungen eingesetzt: die Marte Meo Methode. Sie wurde in den achtziger Jahren von der Holländerin Maria Aarts entwickelt und hat einen Siegeszug rund um die Welt angetreten.

Mit Marte Meo wird heute in über vierzig Ländern gearbeitet.

 

Marte Meo Videocoaching

Schon Lao Tse wusste: Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte.

Eine Erkenntnis, die von den Medien des Internetzeitalters als „Visual Story Telling“ bezeichnet wird. Die Beliebtheit wird deutlich, wenn man z.B. den großen Erfolg von YouTube-Videos betrachtet.

Aus der Hirnforschung wissen wir, dass das Bild eines bedeutsamen Ereignisses, wenn es länger als ca. 20 Sekunden betrachtet wird, länger im Gedächtnis gespeichert wird als z. B. ein Gespräch über ein Ereignis.

Wenn man eine Kita als Lernraum für Kinder und PädagogInnen betrachtet, gibt es dort eine Fülle bedeutsamer Ereignisse. Bei der Marte Meo Methode sind besonders die Ereignisse bedeutsam, bei denen die Kinder in ihrem Entwicklungs-, Lern-, und Bildungsprozess nachhaltig unterstützt werden.

Häufig geschehen diese Ereignisse ganz beiläufig; sie werden von den PädagogInnen als „selbstverständlich“ registriert.  Für einzelne Kinder können sie jedoch eine sehr förderliche Erfahrung sein.

An dieser Stelle kommt das Marte Meo Videocoaching ins Spiel, denn es ist eine wertvolle Hilfe im Kitaalltag.

Marte-Meo-Videocoaching-Dr.-Hawellek-stepfolioBlog

Konkret bedeutet das: Eine Erzieherin kann bei einer Marte Meo Beratung in einem kurzen Videoclip aus ihrer Kitaarbeit z.B. folgende Szene betrachten: Ein eher unsicheres Kind, nennen wir es Lena, äußert gegenüber der Erzieherin eine Spielidee. Die Erzieherin nimmt die Initiative Lenas wahr und reagiert mit freundlichem Ton und einem lächelnden Gesicht: „Das ist eine prima Idee, Lena!“

Im Videostandbild kann die Erzieherin erstmals genießen, wie sehr sich Lena über diese beiläufige Äußerung freut; ein Moment, der ihr im turbulenten Kitageschehen gar nicht aufgefallen war. Die Erzieherin nimmt aus der Marte Meo Beratung die Idee mit: Immer, wenn Lena eine gute Idee äußert, kann ich sie bestätigen und die Freude an ihrer Reaktion mit ihr teilen. Das ist für Lena, aber auch für mich ein wertvoller Moment.

 

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Dr. Christian Hawellek

Dieser Gastbeitrag stammt von Dr. Christian Hawellek, Leiter des Norddeutschen Marte Meo Instituts.

Dies ist bereits der dritte Beitrag der Juni-Reihe „Marte Meo“. Der erste Beitrag war ein Interview mit Dr. Christian Hawellek, der zweite Beitrag beschäftigte sich mit der Methode Marte Meo im pädagogischen Alltag.
 
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