Der stepfolio Blog: Wer schreibt? Über welche Themen? Und warum?

Seit diesem Monat, Juli 2016, gibt es den stepfolio Blog mit wertvollen Themen rund um die Frühpädagogik. Warum? Mein Anliegen ist es, die Qualität in Kitas zu steigern.

Daher drehen sich die Beiträge um Themen wie Entwicklungsdokumentation, Beobachtungsbögen, Portfoliogestaltung, Sprachförderung, Partizipation der Kinder und noch viele weitere.

Ich freue mich, Ihnen in den Beiträgen eine hohe Qualität der Themen präsentieren zu können, da auch viele Experten verschiedenster Richtungen Einblick in ihre Forschungsgebiete geben.

Wer schreibt den Blog?

Damit Sie auch wissen, wer hinter dem stepfolio Blog eigentlich steckt, hier einmal ein paar Worte zu mir:

Mein Name ist Theresa Lill.

Ich bin Pädagogin mit dem Schwerpunkt inklusive und frühkindliche Bildung sowie Theater- und Medienwissenschaftlerin.

Bereits zu Schulzeiten begann ich damit, mich mit der Arbeit in Kindertagesstätten auseinanderzusetzen. Im Vordergrund stand für mich dabei, mich mit dem Lernen und vor allem der Freude am Gestalten auseinanderzusetzen. Im Rahmen meiner Abschlussarbeit schrieb ich beispielsweise mit einer Gruppe von 4- bis 7-jährigen Kindern ein Theaterstück, wir erarbeiteten die Themen und gestalteten das Bühnenbild.

Schon damals beeindruckte mich, zu welchen kreativen Gedanken und Handlungen die Kinder in der Lage waren.

Dieses enorme Potenzial, das im Theaterspiel mit Kindern steckt, bewegte mich dazu, Pädagogik sowie Theater- und Medienwissenschaften zu studieren. Nach dem Bachelor entschloss ich mich für einen Master in Theaterpädagogik mit dem Schwerpunkt auf inklusive und frühkindliche Bildung.

Neben der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit verschiedensten Themen war für mich der Blick in die Praxis und die Arbeit mit Kindern immer sehr bedeutsam. Mein ursprünglicher Antrieb, zu sehen, was Kinder lernen und leisten, wenn man mit Ihnen spielerisch an Themen herangeht, hat auch meine weiteren Projekte geprägt.

Interessante und anspruchsvolle Projekte

Über viele Jahre hinweg war ich so auch an einem Kooperationsprojekt zwischen meiner damaligen Universität und einer Schule für ganzheitliche Entwicklung beteiligt. Dort haben wir gemeinsam mit den Schülern Schattentheaterstücke erarbeitet. Einen Eindruck von dieser Arbeit kann man sich auch hier verschaffen:

Insgesamt haben mich stets Projekte gereizt, die auf den ersten Blick sehr anspruchsvoll und nicht selbstverständlich wirkten. Daher habe ich mich in meiner Masterarbeit auch mit dem Theaterspielen mit 2-jährigen auseinandergesetzt. Und auch hier waren besonders die praktischen Einheiten mit den Kindern besonders spannend.

Immer wieder neue Methoden auszuprobieren, gemeinsam mit den Kindern Phänomene entdecken und sich auf die kreativen Impulse der Kinder einzulassen.

In dieser Zeit rückte für mich das Thema der Beobachtung erstmals stark in den Vordergrund. Oft wurde ich gefragt, ob es überhaupt möglich ist, mit so kleinen Kindern Theater zu spielen und woher ich wüsste, was die Kinder verstehen und welche Spielangebote ich machen kann.

Meine Antwort war dabei stets: Einfach ausprobieren und beobachten!

Was mich antreibt

Und diese Aussage bewegt mich auch immer noch! Ich habe eine Idee im Kopf, ich kann mir etwas vorstellen. Also versuche ich es einfach und beobachte, was passiert.

Bedürfnisse-erkennen_stepfolio_blog

Ein weiterer Antrieb ist für mich auch stets, nach individuellen Wegen der Bildung zu suchen.

Als Pädagogin geht für mich eine Faszination davon aus, wie schnell und wie viel Kinder lernen können, wenn sie Freude daran haben und wenn sie etwas interessiert.

Woher diese Faszination bei meinem doch recht klassischen Werdegang mit Grundschule, Gymansium und Universitätsstudium ausgeht?

Während meines Studiums habe ich mehrere Jahre im Kindermuseum in Nürnberg gearbeitet. Über die Jahre hinweg habe ich dort unzähligen Schulklassen und Kindergartengruppen die verschiedensten Themen nähergebracht: von der Lebenswelt verschiedener Tiere, über den Umgang mit den Rohstoffen unserer Erde bis hin zur Physik von Seifenblasen.

Für mich war es immer wahnsinnig spannend und auch einfach schön, mit welcher Begeisterung die Kinder die Themen mit erarbeitet haben.

Bei den Kindergartengruppen faszinierte mich, abstrakte Phänomene so zu erklären, dass es die Kinder auch wirklich verstehen konnten. Bei den Schulklassen gab es hingegen oft einen ganz anderen Fokus: Spaß am Lernen! Das klingt möglicherweise etwas offensiv, jedoch erklärten viele Schüler immer wieder, dass das „viel cooler“ als Schule ist, das Thema „mal Spaß“ gemacht hat, usw.

Und auch an dieser Stelle nochmal ein kleiner Einschub: In meiner Studienzeit unterrichtete ich ebenfalls ein Jahr lang zwei Ganztagsklassen im Fach Theater: Eine dritte und eine vierte Klasse mit Schülern aus den verschiedensten sozialen Schichten. Man merkte – obwohl die Schüler erst wenige Jahre an der Schule waren – wie schwer sie sich am Anfang mit dieser offenen Unterrichtsform taten. Stets kam die Frage nach „wann gibt es Noten?“ oder „wer war denn jetzt besser?“ und „ist das jetzt richtig oder falsch?“ auf.

Die Schüler hatten sich schon so an das Schulsystem gewöhnt, dass es ihnen anfangs schwerfiel, zu erkennen, dass man Dinge auch lernen kann, ohne das Gefühl etwas richtig oder falsch machen zu können, ohne den stetigen Vergleich mit den anderen und vor allem ohne einen Leistungsdruck.

Auch hier könnte ich noch einige weitere Anekdoten anführen, die mich erkennen ließen, welches Potenzial in Kindern steckt, wenn man sie genau beobachtet, ihre Motive erkennt und wahrnimmt.

All diese unzähligen Stunden, die ich mit Krippen-, Kindergartenkindern und Schülern verschiedener Schulen erlebte, bestätigten mich darin, mich weiterhin mit dem Lernen zu beschäftigen. Dabei war mir immer klar, dass ich nicht den Kindern beibringen muss, sich kreativ und mit Freude an der Umwelt auseinanderzusetzen.

Kinder-wollen-lernen

Nur braucht es dafür einen guten Rahmen – und pädagogische Fachkräfte, die ihnen genau diesen Rahmen bieten. Und um zu wissen, was Kinder brauchen, muss man sie beobachten. Ich vertrete die Meinung, dass es vor allem auf den intensiven und wertschätzenden Blick der Pädagogen ankommt, der die Lernfreude der Kinder maßgeblich beeinflusst.

Und so beschäftige ich mich auch bei der Firma ergovia als Verantwortliche für das Produkt stepfolio mit der Entwicklungsbeobachtung und -dokumentation der Kinder.

Ich möchte, dass die Beobachtung den Kindern zu Gute kommt und dafür setze ich mich ein.

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