Alltagsintegrierte Entwicklungsdokumentation ist möglich! Durch dialogische Portfolioarbeit.

Jeder Mensch soll die Bildung erhalten, die ihm hilft, seine persönlichen Ziele zu erreichen!

Hinter dieser Aussage steckt meine Vision: Ich stelle mir eine Gesellschaft vor, in der jeder Erwachsene, jeder Schüler und jedes Kind bestmögliche Bildungschancen erhält. Eine Gesellschaft, die keine Hürden, sondern Sprungbretter aufbaut.

Gemäß nach Artikel 26 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte:

(1) Jeder Mensch hat das Recht auf Bildung. […]

(2) Die Ausbildung soll die volle Entfaltung der menschlichen Persönlichkeit […] zum Ziel haben. […]

Doch wie kann man sicherstellen, dass auch jeder eben die Bildung erhält, die es ihm ermöglicht, seine persönlichen Ziele zu erreichen? Weiß denn jeder allzeit, welche Ziele er verfolgen möchte?

Insbesondere bei Kindern fällt es einem möglicherweise schwer zu sagen, ob die eigenen Bildungsangebote den persönlichen Zielen der Kinder eine Basis bietet.

Oder ist das vielleicht gar nicht so schwer, wie man im ersten Moment meinen mag? Sind die persönlichen Ziele des Kindes doch offensichtlicher als wir denken?

Das Verfolgen eines Ziels können wir mit dem Ausleben von Interessen vergleichen. Die Interessen eines Kindes können wir beobachten oder im Dialog mit dem Kind herausfinden.

Mit was oder mit wem beschäftigt sich das Kind? Was bereitet ihm Freude? Welche Fragen stellt es?

Wenn wir uns die Zeit nehmen und genau hinsehen, dann sehen wir, was dem Kind Freude bereitet, für was sich das Kind begeistern kann und was es interessiert. Es schildert uns seine Eindrücke und seine Gedanken, wenn wir es danach fragen.

Ich denke es ist dabei selbstverständlich, dass ein grundlegendes Recht des Kindes auf die Ausbildung und volle Entfaltung seiner Persönlichkeit nicht allein davon abhängen sollte, ob sich eine Fachkraft im richtigen Zeitpunkt die richtigen Fragen stellt.

Schließlich muss man auch bedenken, dass das Personal in den Kindertagestätten für viele Kinder gleichzeitig zuständig ist und schlicht und einfach nicht jedem Kind in jedem Moment die volle Aufmerksamkeit schenken kann. Mit den richtigen Methoden lässt sich diese fragende Haltung jedoch in den Alltag integrieren.

Im Portfolio kommt das Kind zu Wort!

Die Portfolioarbeit bietet eine ideale Grundlage, um den Interessen des Kindes ein besonderes Augenmerk zu schenken. Im Portfolio kommt das Kind zu Wort. Es kann selbst über seine Stärken, Interessen und Wünsche philosophieren.

Neben der zumeist gängigen Methode, die Interessen eines Kindes über Bild und Text abzubilden, können auch noch viele weitere Varianten herangezogen werden. Die Bewegungen des Kindes können gefilmt werden oder zusammen mit ihm können Tonaufnahmen erstellt werden.

Das Kind kann selbst Seiten gestalten oder etwas basteln. Es kann besondere Gegenstände sammeln oder seine Lieblingslieder aufzählen.

Interessen-des-Kindes-und-seine-Wichtigkeit

Ganz konkret kann man auch die Methode des Interviews heranziehen, um herauszufinden, was das Kind antreibt und welche Wünsche es hat.

Damit das Portfolio jedoch nicht nur eine Sammlung dieser Interessen und Wünsche bleibt, ist das Gespräch zwischen Kind und Fachkraft, die Reflexion des Portfolios, bedeutsam.

Das Portfolio: keine Sammlung, sondern Reflexion

Hierbei können folgende Fragen das Gespräch prägen:

Fragenkatalog-Kinder-Entwicklungsdokumentation

 

Es gibt unzählige Fragen, die wir Kindern stellen können. Es gibt unzählige Möglichkeiten, die Interessen der Kinder festzuhalten. Und doch gibt es wohl nie eine Garantie dafür, dass man als Fachkraft jederzeit jedem Kind die bestmöglichsten Chancen für das Erreichen der eigenen Ziele bietet.

Aufgrund dessen ist es umso wichtiger, dass für einen als Fachkraft nicht die unsichere Komponente überwiegt, sondern man auf eine fundierte Grundlage zurückgreifen kann. Darum war es mir auch ein persönliches Anliegen, eben solch eine Grundlage zu schaffen.

Im Buch:

Buchvorstellung_dialogisches_Portfolio_stepfolio_blog

„Dialogisches Portfolio: Alltagsintegrierte Entwicklungsdokumentation“ habe ich gemeinsam mit Marion Lepold unsere Erfahrungen zusammengetragen, um pädagogischen Fachkräften etwas an die Hand zu geben, das ihnen im Rahmen ihrer Möglichkeiten aufzeigt, wie nach eigenen Ansprüchen Portfolioarbeit mit den Kindern gestaltbar sein kann.

Haben Sie spezielle Fragen zum Buch? Schreiben Sie mir!

 
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