Wann ist Sprachförderung notwendig?

Elena ist 5 Jahre alt. Das braunhaarige Mädchen ist ein regelrechter Wirbelwind. Sie flitzt hin und her, schmeißt den Legoturm ihres Bruders Mateo um und erzählt ihrer Mutter die abenteuerlichsten Geschichten aus dem Kindergarten. Wenn ihr Vater abends müde von der Arbeit nach Hause kommt, gibt sie ihre Geschichten aufs Neue zum Besten.

Dies ist an sich keine Besonderheit. Besonders ist, dass Elena mit ihrer Mutter Deutsch spricht, mit ihrem Vater jedoch dessen Muttersprache Spanisch.

Die Eltern von Elena haben sich bewusst für eine zweisprachige Erziehung entschieden. Sie wollen ihren Kindern gezielt in jungen Jahren ein Gefühl für beide Sprachen und Kulturen vermitteln. Bei Elena funktioniert das recht gut. Sie kann sich sowohl auf Deutsch als auch Spanisch sehr deutlich ausdrücken.

Weniger gut hingegen funktioniert dies bei Mateo, ihrem 11 Monate jüngeren Bruder. Während seine Schwester gekonnt zwischen den Sprachen wechselt, spricht Mateo nur Deutsch. Und selbst das eher zusammenhangslos und mit vielen Fantasiewörtern.

Sprachbeobachtung

In Elenas und Mateos Kindergarten wissen die Erzieherinnen um die sprachliche Diskrepanz der beiden Geschwister. Mateo erhält nun eine spezielle Sprachförderung, individuell auf ihn zugeschnitten. Regelmäßig wird sein Entwicklungsstand dokumentiert und daran angelegte Sprachspiele entwickelt. Zusätzlich bekommt er nun mit anderen sprachauffälligen Kindern für einige Stunden pro Woche eine Zusatzbetreuung. Hier erlangen die Kinder spielerisch einen besseren Zugang zu Sprache.

Betrifft Sie das Thema Sprachförderung auch?

Am 29.09. geben zwei Experten auf diesem Gebiet Überblick über die Fragen: Welche Kinder brauchen eine Sprachförderung? Mit wie vielen Jahren sollte eine Sprachförderung beginnen? Was muss eine gute Förderung beinhalten?

Erfahren Sie mehr und melden sich jetzt noch kostenlos für den Workshop „Sprachbildung in der Praxis“ an:

https://fachtag-kita.de/

Wann? 29.09.2016 /10:00 – 16:30 Uhr

Wo? südpunkt – forum für bildung und kultur / Pillenreuther Straße 147 /90459 Nürnberg

Kosten? Keine

Mittagessen? Ja, kostenlos

 

Zu den Referenten:

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Dr. Henning Rosenkötter ist als Kinder- und Jugendarzt, Entwicklungsneurologe und Familientherapeut tätig. Als Autor beschäftigt er sich auch auf wissenschaftlicher Ebene mit dem Bereich Sprachentwicklung und -förderung.

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Christina Jacoski gibt ihre Impulse durch die tägliche Arbeit mit Kindern hinzu. In ihrer Funktion als Native-Speakerin hat sie gerade auf dem Gebiet der Mehrsprachigkeit einen breiten Erfahrungsfundus vorzuweisen.

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